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Friedhof Gehofen

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Der jetzige Kirchplatz war einst der Friedhof der Gemeinde. Er war von einer Mauer umgeben und sehr hügelig. Der heutige Friedhof am Südwesende des Dorfes ist 1849 angelegt worden.

 

Der Friedhof ging ursprünglich nur bis zum rechten Weg. Das rechte Stück, auf dem das Leichenhaus steht, ist erst 1859 durch die Separation hingekommen. Der Friedhof wurde damals um etwa 2 Morgen vergrößert.

 

Interessant ist es, festzustellen, nach wieviel Jahren die alten Gräber wieder neu belegt wurden. 1865 starb Karl Hoffmann. In das Grab von Hoffmann ist Albert Brauer (gest. 1947) gekommen.

 

Die erste Leiche, die auf den heutigen Friedhof gekommen ist, war eine Frau Brauer, die Großmutter des 1934 verstorbenen Landwirts Albert Brauer. Ein Herr Karl Lüttich war einst Amtsrat und Amtsverwalter des Hakenhofes und verstand sich sehr gut mit seinem ersten Hofmeister Bischoff (1802-1846).

 

Dieser Bischoff war bei den Bauern sehr verhaßt, da er die Arbeitszeit um zwei Stunden verlängern ließ. Erst mußten die Bauern von früh 6 Uhr bis abends 18 Uhr arbeiten, auf Bischoffs Geheiß jedoch dann von früh 5 Uhr bis abends 7 Uhr. Es ist klar, daß Lüttich damit einverstanden war. Er ließ ihn auch später ein Denkmal setzen, das noch heute auf dem Gehofener Friedhof steht.


Die jetzt kaum noch leserliche Inschrift des Grabsteins lautet:

Hier ruhet der Hofmeister
Friedrich Bischoff
Der mir fünf und zwanzig Jahr
Durch Treue mehr als Diener war.
Er teilte mit mir Freud und Leid
Bei musterhafter Tätigkeit,
wie man es wohl nur selten trifft.
Dafür sei jetzt aus Dankbarkeit
Dieses Denkmal ihm von mir geweiht.

Karl Lüttich

 

Die imposanten Kastanienbäume sind wohl am besten aus der Vogelperspektive zu erkennen. Insgesamt stehen auf dem Friedhof 63 Laubbäume. Darunter sind 60 Kastanien, 2 Bergahorn und eine Eiche.

 

Diese beiden letzten Aufnahmen stammen aus dem Frühjahr 2007 und wurden aus einem Hubschrauber der Polizei heraus aufgenommen. Sie zeigen die Bäume auf dem Friedhof ohne ihr Laubkleid.

 

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